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Gut
möglich, dass “Piccante” tatsächlich Brigantes schärfstes
Album ist. Nicht nur, weil er einmal
mehr
keck und unverfrohren der Charmeur markiert (“Toblerone”). Das
Album lebt von Brigantes
unglaublicher
Natürlichkeit in Worten und Sound. Veredelt wird der Longplayer
durch zwei Duette:
Mit
Jane Bogaert schwelgt der singende Plättlileger in “Sarai cosi”.
Mit Italo-Star Pippo Pollina
läuft
Brigante zu Hochform auf, wenn die beiden in “In Svizzera” ihre
Schweiz besingen.
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“Piccante”
ist eine Sammlung typischer Brigante-Songs. 11 Lieder geprägt von
eingängigen
Melodien,
die trotz aller Fröhlichkeit und Unbeschwertheit den nötigen
Tiefgang vermitteln. Es sind
die
kleinen Geschichten wie jene über das Warten in “Ti Aspetta”, die
Brigantes Leben und
musikalisches
Schaffen prägen. Warten tut jeder in seinem Leben, sei es auf einen
Kaffee oder die
Frau
seiner Träume. „Pescatore“ beschreibt derweil die Begegnung mit
einem Fischer, der seit Jahr
und
Tag nichts anderes macht, als seine Angel auszuwerfen und darauf zu
hoffen, dass einer
anbeisst.
Und plötzlich kommt die Frage auf, wer den nun in seinem Leben über
die Bücher muss:
Der
Fischer – oder der Reisende… Die Essenz des Albums? “Zyt vergeit”,
ein Rückblick auf ein
Leben,
das immer wieder von neuem zu grosser Dankbarkeit und tiefer Demut
Anlass gegeben hat.
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Roberto
Brigante stammt aus Tricase in Süditalien. 1981 kam er als Saisonier
in die Schweiz, heute
ist
er in Thun Inhaber einer eigenen Firma, die sich auf den Bau von
Unterlagsböden spezialisiert
hat.
«Musik hat mich auf meinem Weg immer begleitet», sagt er mit seinem
unvergleichlichen
Akzent
– und bringt in einem Satz eine Leidenschaft auf den Punkt, die
eigentlich gar nicht zu
beschreiben
ist. Dabei wäre um ein Haar alles anders gekommen: «Jeden Abend sind
wir Italiener
beisammengesessen;
einer hat Spaghetti gekocht, einer brachte Wein, und ich spielte die
paar
italienischen
Volkslieder, die ich kannte, auf der Gitarre», erinnert er sich an
seine Anfänge in der
Schweiz.
„Irgendwann hatte ich genug davon, immer dieselben Lieder zu
spielen.“ Er stellte die
Gitarre
in die Ecke. Doch die Leidenschaft erlosch nie – und so tritt er
heute zusammen mit
Grössen
wie Pippo Pollina oder Gölä auf und hat bereits mehrere Auftritte am
Schweizer
Fernsehen
hinter sich.
Discografie:
2004: „Poesia“
2006: „Va Bene“
2008: „Pronto“
2011: „Piccante“
Roberto Brigante – „Piccante“
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